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Maja Raspopovic, Modelagentin

Es freut mich sehr, dass ich euch diesmal eine Slowenin vorstellen kann. Maja ist Modelagentin, selbst ein ehemaliges Model und vor allem Mutter. Nicht nur ihren beiden kleinen Kindern, auch vielen angehenden Models steht sie mit Rat und Tat zur Seite. Sie hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und ist heute Inhaberin der Modelagentur Modelgroup. Weil sie von Mode nicht genug bekommen kann, betreibt sie seit letztem Jahr ihr Blog Modelagentmotherfashion. Ich traf sie vor kurzem in Ljubljana, wo wir über das Model-Business und ihre Beauty-Geheimnisse sprachen.

„Dass ich mit dem Modeln anfing, war eigentlich ein Zufall. Ich wurde von einer Modelagentin mit 16 beim Einkaufen mit meiner Mutter entdeckt. Damals war meine Passion das Tanzen und ich war mir anfangs nicht sicher, ob Modeln wirklich das Richtige für mich ist. Ich habe es mit 18 dann doch versucht und mich anhand des Erfolges in Slowenien bald entschlossen nach Milan zu gehen. Dort bin ich vier Jahre geblieben und habe währenddessen mein BWL Studium absolviert. Ich wusste, dass es mit dem Modeln irgendwann vorbei sein wird und dass man an die Zukunft denken sollte. Das versuche ich heute auch meinen Models auf den Weg zu geben. Es ist nicht leicht beides miteinander zu vereinbaren, aber man kann alles erreichen, wenn man es nur will und hart dafür arbeitet. Das Model-Business verlangt den Models vieles ab. Gerade für junge Mädchen ist es oft schwer mit Kritik und Ablehnung zurechtzukommen, aber man muss verstehen, dass es ein Geschäft ist. Der Kunde hat meist schon vor dem Casting eine gewisse Vorstellung von dem, was er haben möchte. Klar, dass dann Mädchen, die zwar wunderschön sind, aber nicht dem Bild entsprechen, abgelehnt werden. Es ist nichts Persönliches und eine Ablehnung bedeutet nicht, dass mit dem Model irgendwas nicht stimmt. Man muss an sich glauben und darf nie aufgeben. Wenn ein Model sich professionell verhält, also sehr fleißig, pünktlich und freundlich ist, kann sie es auch wirklich schaffen und an gute Jobs gelangen. Schönheit ist nun mal nicht alles. Models, die erst am Anfang der Kariere stehen und die ersten Jobs bekommen, sollten nicht vergessen, dass sie keine Stars sind. Sie können es zwar werden, doch der Weg dahin ist lang und schwer. Da sind Starallüren vollkommen fehl am Platz. In der Branche spricht sich alles schnell rum, und wenn ein Kunde mit einem Model zufrieden ist, wird sie wieder gebucht. Das gleiche gilt auch umgekehrt: Wenn ein Mädchen noch so schön ist, aber sich unprofessionell verhält, wird es nicht funktionieren. Mit Fleiß kann man jedoch vieles erreichen.

Alles, was ich im Leben mache, mache ich mit viel Enthusiasmus. Man sollte morgens aufwachen und sich auf die Arbeit freuen und abends zufrieden nach Hause kommen. Das ist das Wichtigste, was ein Mensch beruflich gesehen für sich machen kann. Denn letztendlich verbringen wir fast die Hälfte des Lebens bei der Arbeit. Das habe ich mit meinem Job geschafft. Auch mein Blog ist eine Herzensangelegenheit. Ich liebe Mode und sie ist ein wichtiger Teil meines Lebens. Den Wunsch ein Blog zu betreiben hatte ich deshalb schon länger, doch der richtige Zeitpunkt war irgendwie nie da. Letztes Jahr war es dann soweit, und obwohl ich nicht besonders viel Zeit zum Posten habe, macht es mir viel Spaß.

Meine Beauty-Routine

photo 2Bei meiner Gesichtspflege setze ich auf Produkte von Intraceuticals. Ich habe sie durch eine Freundin kennengelernt und bin begeistert. Seitdem ich sie benutze sieht meine Haut viel besser aus. Was das Make-up angeht, bin ich sehr minimalistisch und setze auf altbewehrte Produkte. Ich habe vieles ausprobiert, bis ich die Produkte gefunden habe, mit denen ich vollkommen zufrieden bin. Jetzt werden sie einfach nachgekauft. Mein Heiliger Gral ist der YSL Touche Éclat Highlighter. Ich benutze ihn schon seit Jahren. Die Textur ist toll und er zaubert sofort Frische ins Gesicht.

Als Model wurde ich sehr viel geschminkt, deswegen lasse ich meine Haut heute gerne atmen und trage fast nie Foundation. Auf den Wangen benutze ich ein wenig Terracota Blush von Guerlain in der Farbe 102. Ich kaufe mittlerweile keine Lidschatten mehr, da ich sie kaum benutzte und sie meist irgendwann fast unbenutzt im Müll landen. Auf den Augen trage ich daher meist nur den Guerlain Le 2 Mascara. Er gibt den Wimpern einen guten Schwung und viel Volumen. Tagsüber trage ich gerne die Mac Cremesheen Glass Glosse. Ich liebe den farblosen Lipcontitioner und den in der Nummer 01, nur ich kann beide leider nirgendwo mehr finden. Abends bevorzuge ich Rot oder Orange auf den Lippen. Da schwöre ich auf die YSL Rouge Volupté Lippestifte, weil sie sehr langanhaltend sind und die Lippen nicht austrocknen. Der in der Nummer 15 ist toll.

photo(107)Früher besaß ich viele Parfüms und konnte nicht genug bekommen. Irgendwann habe ich dann bei meiner Freundin das Comme des Garçons 2 Parfume entdeckt. Seitdem kann ich nicht ohne. Dazu kommt noch der Molecules 1 Duft. Alles andere kann ich an mir nicht mehr riechen.

Ich besuche keine Spas, viel lieber gönne ich mir einen Friseurbesuch und lasse meine Haare stylen. Ein mal pro Monat lasse ich mein Gesicht mit einem Fruchtsäure-Peeling behandeln. Es reinigt die Haut und verbessert die Hautoberflächenstruktur auf eine natürliche Weise. Danach ist sie viel strahlender, glatter und fühlt sich ganz weich an.

Yoga ist ein wichtiger Teil meines Lebens geworden. Ich fing damit vor ca. sechs Jahren, nach der Geburt meiner Tochter an. Seitdem praktiziere ich es zweimal pro Woche, je eine Stunde. Das ist meine Zeit, die ich nicht missen mochte. Yoga hält mich Fit und gibt mir viel Kraft. Als ich noch modelte, besuchte ich regelmäßig Fitness Studios und versuchte mich beim Essen zurückzuhalten. Das war eine Qual und als ich mit dem Modeln aufhörte, habe ich versucht alles nachzuholen. Das alles war natürlich falsch und schlecht für meinen Körper, doch ich hatte leider nicht das Wissen von heute.

Irgendwann bekam ich Probleme mit Wasseransammlungen im Körper. Auf Rat meiner Yoga-Lehrerin, habe ich es mit der Ernährung nach Blutgruppe versucht. Diese “Diät” geht davon aus, dass Menschen einige Nahrungsmittel besser als andere vertragen, je nachdem, welcher Blutgruppe sie angehören. Ich wollte es versuchen, ließ mich testen und began mich meiner Blutgruppe A entsprechend zu ernähren. Ich tue es noch heute, obwohl ich mich nicht mehr zu 100% dran halte. Ich esse z.B. viel Getreide und Gemüse, verzichte jedoch auf Milchprodukte. Ich habe festgestellt, dass ich mich ohne gewisse Lebensmittel zu essen viel besser fühle. Ich esse heute mehr als je zuvor, aber nur die Sachen, die „richtig“ für mich sind. Ich fühle mich besser und habe seitdem auch keine Probleme mit Wasseransammlungen.

Fotos: Maja Raspopović

 
 
 

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