Fisch Spa Fußfetifisch

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um seine Füße fit und schön zu halten. Doch die wohl außergewöhnlichste Pediküre bekommt man im Fisch Spa. Der asiatische Wellnesstrend hat es auch nach Deutschland geschafft und verspricht ein pflegendes Erlebnis. Die Angestellten? Kleine Knabberfische, die am liebsten tote Hautschuppen verspeisen. Kitzelalarm? Garantiert. Ich habe den Fish Spa Fußfetifisch in Berlin besucht und das ganze mal ausprobiert.

Ich habe natürlich schon oft von Fisch Spas gehört, es aber irgendwie nie bis zum Becken geschafft. Diesmal war es endlich so weit. Bevor ich mich auf den Weg machte, mussten noch mal schnell meine Nägel in der knalligsten Farbe lackiert werden. Ich wollte ja nicht, dass es den armen Fischen bei der Arbeit langweilig wird. Und los ging’s. Im Spa erwartete mich schon die junge Inhaberin Vanessa mit ihren Mini-Fußpflegern. Das Ambiente des Spa ist sehr freundlich, lichtdurchflutet und passend in Blau gehalten.

Bevor es los geht, muss jeder Kunde ein Formular ausfüllen und u.a. die Warzen-, Wunden-, Shuppenflechten-freiheit der Füße bestätigen. Ob das die Menschen vor fahrlässigem Handeln abhalten kann, ist fraglich, doch die Inhaberin versichterte mir, dass sie noch keine schlechten Erfahrungen gemacht hättte und die Kunden ehrlich seien.

Vor der Behandlung werden die Füße zunächst gewaschen und desinfiziert. Danach darf man Platz auf einer der Holzbänke nehmen und die Füße langsam ins Wasser lassen. Zur Wahl stehen 8 Becken mit kuscheligem 32 Grad warmen Wasser. Darin wimmelte es nur so von anscheinend nimmersatten Fischen. Um genau zu sein, es sind 60 pro Becken. Nein, es sind keine Goldfische, sondern gerade mal 2-3 cm große Garra Rufa Fische, die ursprünglich aus der Turkei kommen. Sie saugen sich an den Füßen fest und verspeisen abgestorbene Hautschuppen. Das soll die Durchblutung fördern und die Hauterneuerung verbessern. Die Fische machen das natürlich nicht, weil es ihnen gesagt wird. Sie leiden unter ständigem Eiweißmangel und finden in den Schuppen der Menschen eine reiche Proteinquelle. Weil die Fische aus Tierschutzgründen an maximal 4 Kunden pro Tag und pro Becken knabbern dürfen, ist die Anzahl der Kunden begrenzt. Deshalb sollte man vorher lieber einen Termin aus machen.

Das Eintauchen der Füße kostete mich bei dem Anblick schon ein bisschen Überwindung, doch jetzt oder nie, rein damit! Die Fische sind anscheinend gut trainierte Profis, denn sie stürzten sich ohne zu zögern auf meine Füsse und knabberten drauf los. Das Lächeln konnte ich mir in den ersten Minuten nicht mehr verkneifen und ich traute mich gar nicht nach unten zu schauen. Das Gefühl angeknabbert zu werden, war Anfangs sehr befremdlich, doch nach wenigen Minuten wurde es sehr angenehm und entspannend. Den Blick konnte ich dann nicht mehr von den Fischen lassen. Die 30 Minuten vergingen wie im Flug. Die Fische saugten sich so fest, dass ich beim Rausziehen der Füße schon Angst bekam ein paar mit nach Hause zu nehmen. Müde werden sieht anders aus. Meine Füße fühlten sich danach wirklich leicht und weich an. Das hätte ich so nicht erwartet. Für die Garra Rufa Fische war das vielleicht nur ein kleiner Snack, doch für meine müden Füße, war das eine wahre Entspannung. Eine Pediküre kann das ganze zwar nicht ersetzten, doch es war eine lustige und gleichzeitig wohltuende Erfahrung. Auf jeden Fall einen Besuch wert.

Fußfetifisch Berlin
Danziger Straße 26
10435 Berlin 
Tel: 030 – 54 59 89 57
mail@fussfetifisch.de
www.fussfetifisch.de

Geöfnett: Dienstag bis Samstag von 12 bis 20 Uhr

Fotos: Lookspire

 
 
 

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